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Sonntagskonzerte im Schlossgarten:

Eintritt frei, für Ihre Unterstützung durch eine kleine Spende sind wir aber dankbar

5. Juni 2005, 11.00 Uhr

elektroakustischer Kongress
– Stefan Poetzsch Ensemble

Jürgen Brauner (Klavier), Peter Ajtay (Schlagzeug), Hermann Stengel (digitaldrums), Ha-Yang Kim (Violoncello/Elektronik), Stefan Poetzsch (Violine/Viola/Elektronik)

Elektroakustischer Kongress
Solo
Ebene 2 (für Violine/Cello und Bandeinspielungen)
Short Variation
Improvisation 1
Miniatur III
Miniatur IV
Improvisation 2
Miniatur VI
Improvisation 3
Inspiration d’Afrique (Uraufführung)
Septett für 5 Musiker

Die Grundidee für diese Zusammenstellung basiert auf der Vorstellung, komponierte Musik mit improvisierter Musik zu konfrontieren. In beiden Bereichen wird es die Vernetzung mit Liveelektronik geben.
Für mich ist es wichtig, dass sich meine improvisierte Musik im Klang klar von der Musik unterscheidet, die ich komponiere. Dennoch habe ich natürlich nichts dagegen, wenn komponierte Musik so lebendig klingt als ob sie beim Spielen gerade erfunden wird.
Solo ist eine Mischung aus komponierten Parts und Improvisation im Dialog mit Liveelektronik.
Ebene 2 ist ein Stück aus einer Tanzproduktion, das im Original für Violine und Bandeinspielungen gedacht ist, aber in verschiedensten Versionen gespielt werden kann. Ha-Yang spielt dieses Stück sehr oft in einer Version für Cello und Percussion.
Short Variation ist ein 60 Sekunden Stück, das ich als Auftrag für den amerikanischen Komponisten Guy Livingston komponiert habe, der mit Zyklen von 60 Sekunden Stücken von Komponisten aus aller Welt seinen Beitrag zur Globalisierung erbringt.
Miniaturen III/IV/VI sind im Original Kompositionen für Violine und Cello aus dem multimedialen Stück „Sprachklangmoment“. In diesem Arrangement sind die Stücke Uraufführungen, wobei sie - wie auch Short Variation - vom BR produziert und mehrmals gesendet wurden.
Die drei Improvisationen sind Bindeglieder zu den komponierten Stücken. Es sind Stücke, die die Besonderheit der musikalischen Möglichkeiten und die Vorlieben der verschiedenen Musiker in diesen verschiedenen Besetzungen zeigen.
Inspiration d’Afrique ist eine Uraufführung. Es ist eine Kombination aus Klavier/Cello und Instrumenten, die ich aus Kamerun mitgebracht habe. Das Stück ist eine Mischung aus festgelegten Parts für Klavier/Cello und überlappenden, nicht notierten Pattern, die sich aus der Arbeit mit diesen Instrumenten ergaben. In keiner Weise erhebe ich den Anspruch, originale Funktionsweisen westafrikanischer Musik zu übertragen. Vielmehr ist es eine Annäherung und der Versuch, eine Verzahnung zwischen Instrumenten mit festgelegten Pattern/Strukturen sowie Spontaneität und Reaktion aufeinander planbar zu machen.

Für mich ist dieser Bereich ein Zwischenbereich zwischen Improvisation und Komposition. Septett für 5 Musiker ist im Original als „Septett für 4 Musiker, zwei Tänzerinnen und Bildkompositionen“ uraufgeführt worden. Da es sich realisieren lies für dieses Konzert Ha-Yang Kim zu gewinnen, habe ich einen Part für Cello dazu komponiert. Es wird der 2. Teil dieses Stückes zu hören sein, der in dieser Version als Uraufführung erklingt.
(Stefan Poetzsch)

Jürgen Brauner (Klavier),
Hermann Stengel (Digitaldrums/Ekwe),
Peter Ajtai (Schlagzeug/Ekwe),
Ha-Yang Kim (Violoncello/Elektronik),
Stefan Poetzsch (Violine/Viola/Elektronik/Balaphon/mbo ngo)

Das Stefan Poetzsch Ensemble spielt ausschließlich Kompositionen von S. Poetzsch. Erstmalig werden in diesem Programm Improvisationen der beteiligten Musiker eingeschlossen.
Das bisher unregelmäßig und in verschiedenen Besetzungen zusammentreffende SPE trat in Erlangen schon einige Male in Erscheinung und realisierte mehrere Produktionen für den Bayerischen Rundfunk.
Nächstes Konzert: 24.10.2005, Stadttheater Würzburg: „Septett für 4 Musiker, zwei Tänzerinnen und Bildkompositionen“

Jürgen Brauner war bei allen Produktionen des Ensembles beteiligt, in denen ein Klavier eingesetzt war.
Er ist Pianist, Schulmusiker und promovierter Musikwissenschaftler. In den letzten Jahren hatte er u.a. zahlreiche Aufführungen zusammen mit dem Hamburger Schauspieler und Regisseur Carlo Schultheis.

Hermann Stengel ist Musiker und Musiklehrer mit eigener Schlagzeugschule in Erlangen.
Als Musiker ist er in verschiedensten Bands (von Funk-Jazz, Rock bis Drum&Bass) bekannt. Mit dem SPE arbeitet er erst seit kurzem zusammen.

Peter Ajtay, aus Budapest, ist ein sensibler und passionierter Jazzschlagzeuger und Improvisator. Er sammelte in verschiedensten Jazzformationen Erfahrung und war in der letzten Zeit vor allem in dem Jazzquintett Dexter’s Delight zu hören. Peter Ajtay war schon bei mehreren Projekten des SPE zu hören.

Ha-Yang Kim, aus den USA, ist Spezialistin für zeitgenössische Musik und in zahlreichen Projekten und Ensembles tätig, z.B. dem eigenen Duo Odd Appetit oder Evan Ziporyn &Gamelan Galak Tika, mit dem sie im Juni in Indonesien spielen wird. S.Poetzsch lernte sie genau vor 5 Jahren bei der Zusammenarbeit in einer Gruppe mit dem Klaviergiganten Cecil Taylor in den USA kennen.
Seitdem spielten sie im Duo, mit Gästen oder im Rahmen der Projekte des SPE zahlreiche Konzerte in Deutschland/Österreich und den USA.

Stefan Poetzsch ist inzwischen seit ca. 20 Jahren in Erlangen zu Hause. Ursprünglich definierte er sich als Improvisator und begann dann aber, besonders gefordert durch die Zusammenarbeit mit der Tänzerin Bettina Essaka, seine musikalischen Ideen zu fixieren und intensiviert seitdem seine kompositorische Tätigkeit.

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12. Juni 2005, 11.00 Uhr

Ein Lied geht um die Welt

Alexander Herzog (Tenor) und Pantcho Vladiguerov (Flügel)

Programm

  • Ein Lied geht um die Welt
    M: Hans May, T: Ernst Neubach
  • Der Neugierige (aus: Die schöne Müllerin, D 795, op. 25)
    M: Franz Schubert, T: Wilhelm Müller
  • Intermezzo op. 117
    Johannes Brahms (1833-1828)
  • Una furtiva lagrima (aus: L’elisir d’amore)
    M: Gaetano Donizetti, Lib.: Felice Romani
  • Younger than springtime (aus: South Pacific)
    M: Richard Rodgers, T: Oscar Hammerstein II
  • Polonaise cis-moll
    Frederic Chopin (1810-1849)
  • Can you feel the love tonight (aus: König der Löwen)
    M: Elton John, T: Tim Rice
  • Dein ist mein ganzes Herz (aus: Land des Lächelns)
    M: Franz Lehar, T: Ludwig Herzer/Fritz Löhner-Beda
  • Improvisation op. 36
    Pantcho Vladiguerov sen. (1899-1878)
  • Maria (aus: West Side Story)
    M: Leonard Bernstein, T: Stephen Sondheim
Foto Alexander Herzog Alexander Herzog,
Tenor, sammelte seine ersten Erfahrungen beim Windsbacher Knabenchor sowie im Jugendchor des Lehrergesangsvereins Nürnberg.
Seine Musicalausbildung legte er an der Stella Academy in Hamburg ab. Direkt im Anschluss bekam er Engagements u.a. in Wien, Graz sowie Hamburg, Weimar und Ingolstadt. In der Meisterklasse von Musikhochschulrektor und Startenor Professor Siegfried Jerusalem absolviert er derzeit ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Nürnberg.
Neben verschiedenen Gastspielverpflichtungen im In- und Ausland sang er u.a. mit den Nürnberger Sym-phonikern, bei der erfolgreichen Opernproduktion „One charming Night“ der Pocket Opera Nürnberg die Tenorpartie und als Solist in Messen von Dvorak.
   
Foto Pantcho Vladiguerov Pantcho Vladiguerov jr.,
Pianist, geboren in Sofia, Bulgarien, setzt die große musikalische Tradition seiner Familie fort. Sein musikalisches Talent wurde durch die Mutter (Sängerin), die ihm im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht erteilte, und den Vater (Komponist und Dirigent) von frühester Jugend an gefördert.
Er studierte Klavier bei Prof. Dieter Brauer an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und besuchte die Meisterklasse des Neuhaus-Schülers Prof. Konstantin Ganev in Sofia.
Von großer Bedeutung war der Einfluss des Großvaters, Prof. Pantcho Vladiguerov sen., des wohl einflussreichsten bulgarischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Mit ihm gemeinsam erarbeitete P. Vladiguerov jr. die Interpretationen seiner Klavierkompositionen und der slawischen Klavierliteratur, die Schwerpunkte seines Repertoires sind.
Er gewann diverse Preise, macht Konzertreisen im In- und Ausland, leitete Meisterkurse in Japan und Griechenland und hatte Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Seit 1985 lebt er in Berlin.

 

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